Davide Longo liest aus seinem neuen Roman, «Der Fall Bramard» (Rowohlt 2015).
Nach seinem grossen Italienpanorama «Der aufrechte Mann» (2012) kehrt Davide Longo zurück in seine engere Heimat, die piemontesischen Berge. «Der Fall Bramard» – ein aussergewöhnlicher Kriminalfall – schliesst an Longos ersten Roman «Der Steingänger» an, der ihn in Deutschland bekannt gemacht hat: Corso Bramard lebt in einem Dorf am schönsten Wanderweg der Alpen, der Grande Traversata delle Alpi. Doch unaufgeklärte Verbrechen lasten auf den Bewohnern. Bramard, ein schweigsamer charismatischer Kauz, war als Kommissar einem Frauenmörder auf der Spur. Kurz vor der Aufdeckung jedoch wurde seine eigene Frau zum Opfer, seine Tochter verschwand. Zwanzig Jahre später meldet sich der Mörder mit einem anonymen Brief wieder bei ihm… Ein spannungsgeladener Roman über die Nähe von Schönheit und Verbrechen, und über Verletzungen, die man jahrelang in sich trägt, bis der Moment kommt, sich ihnen zu stellen und sie zu überwinden.
Davide Longo,1971 in Carmagnola im Piemont geboren, lebt in Turin, wo er am Literaturinstitut «Scuola Holden» unterrichtet. Er schreibt Prosa, Hörspiele und Drehbücher für Kurzfilme. Für seinen Roman «Der Steingänger» erhielt er mehrere Preise, darunter den Premio Grinzane Cavour, den Premio Via Po und den Premio Scritture Giovane. Sein Roman «Der aufrechte Mann» (2012) wurde von der Presse enthusiastisch aufgenommen.
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